BOOKING

Alles ehrenamtlich =
werde Unterstützer!

Förderverein Mikado
IBAN DE80120400000624 172300

Buhne_660x90_Pixel

Vorbestellungen (außer Kindertheater) bitte unter zimmer16@gmail.com (selbstverständlich mit Rückbestätigung) oder mind. einen Tag vorher unter 030 - 48 09 68 00 (Mailbox, kein Rückruf)


 

IMPROTHEATER IM FREIEN FALL

Im Freien Fall 05.04

Liebe und Leidenschaft? Können wir. Schmutzige Hintergedanken? Haben wir. Waghalsig und unbedacht? Sind wir. Improtheater? Machen wir! Auf Wunsch spielen wir für Euch den kuriosesten Krimi, den frivolsten Heimatfilm oder die sentimentalste Horrorszene. Und das alles frei improvisiert – ohne Netz und doppelten Boden. Eben "Im Freien Fall".

nächste Vorstellungen:

Freitag 6. September
Freitag 8. Oktober

... siehe auch unsere Streiflichter oder www.im-freien-fall.de
https://www.youtube.com/watch?v=FsgjxLgY5Uw

jeden 1. Freitag des Monats - 20:30 Uhr
Eintritt: 10,- € / erm. 5,- €


 

Rakete 2000 rockt Pankow

rakete_2000

Die nächste Rakete steigt am 10. September.
 

http://rakete2000.blogspot.de

 

jeden 2. Dienstag des Monats um 20.00 Uhr
Eintritt: 12,- / 6,- €


 

AHNE
Fehler macht jeder

ahne_4345Die Deutschen gehen circa 700 mal im Jahr ins Kino, also durchschnittlich. Damit sind sie international spitze. Nur die Inder und die Albaner gehen noch häufiger ins Kino, der durchschnittliche Albaner angeblich 5.213 mal im Jahr. Dabei gibt es in Albanien nur 12 Kinos, insgesamt! Also, ich würde diese Zahlen ehrlich gesagt etwas anzweifeln. Aber, nun gut.

Selbst bin ich ja eher ein untypischer Deutscher, besitze kein Auto, habe noch nie in meinem Leben Staub gewischt und gehe sehr selten nur ins Kino. Und wenn, dann meist in einen Kinderfilm. 'Bibi und Tina' habe ich alle drei Teile von gesehen, von 'Fuck ju, Göte' leider nur den dritten Teil. Ich weiß, ich werde jetzt den Bildungsbürgern hier ihre Zornesröte ins Gesicht treiben, aber da konnte ich wirklich lachen, nicht immer, aber immer öfter. Nein, 'immer öfter' streichen wir lieber wieder, das passt definitiv nicht in den Kontext. Außerdem kam das mal in der Werbung: „Sie baden gerade ihre Hände drin.“ „In Spülmittel?“ „Nein, aber immer öfter.“ Nee, das passt irgendwie auch nicht. Ich glaub, sie hat eher gefragt: „In Spülmittel?“ und die Expertin beruhigend geantwortet: „In Palmenöl.“ Es war ja noch die Zeit, wo man noch nicht wusste, wie gefährlich Palmenöl ist. Da sterben ja die Orang-Utans, die sind ja deswegen vom Aussterben bedroht, weil sie immer öfter ihre Hände in Palmenöl baden. Als das bekannt wurde, durch Heinz Sielmann, in den Achtzigern, geile Musik übrigens, „Cherry, cherry Lady“, da sorgte das richtig für Entsetzen und niemand wollte mehr seine Hände in Palmenöl baden und deswegen wurde das Palmenöl dann in anderen Produkten versteckt, zum Beispiel in Nudossi, oder.., da gibt es doch auch dieses westliche Ersatzprodukt. Im Westen hatten sie damals doch kein Nudossi. Da hieß das doch so ähnlich. Das hatte da einen ähnlichen Namen wie Nudossi. Auch mit Nu, glaube ich. Mit Nu vorne. Nu, Nu.., na, ich komm nicht drauf. Braucht man ja heute auch nicht mehr. Können sie heute im Westen ja auch alle kaufen. Fällt mir ein, es wäre möglich Nudossi im Westen Nudwessi zu nennen. Ha, ha, ha! Nein, ist gemein, sich darüber lustig zu machen. Wenn das umgekehrt wäre, ja, das muss man sich immer wieder klar vor Augen führen, das würde einem ja auch nicht gefallen. Da würde man sich ja immer wie ein Mensch zweiter Klasse vorkommen. Außerdem sollte man sowieso kein Nudossi mehr essen, weil da Palmenöl drin ist, verstecktes Palmenöl. Man sollte stattdessen.., es gibt ja jetzt von Nudossi palmenölfreies Nudossi, das sollte man jetzt stattdessen essen. Steht drauf, auf dem Plastebecher von dem palmenölfreien Nudossi, dass da kein Palmenöl mit drin ist. Da ist jetzt, statt Palmenöl ist da jetzt was anderes drin. Asbest. Aber zu viel Nudossi ist sowieso ungesund. Man sollte sich ausgewogen ernähren. Obst, Gemüse, Früchte. Apfelmus zum Beispiel. Schwedeneisbecher. Mit Vanillesoße. Sehr lecker. Fleisch. Ein wenig Fleisch ist durchaus gesund. Fleisch wird ja heutzutage regelrecht verteufelt. Aber früh einen guten Schweinsbraten, da hat kein Mediziner was zu meckern. Ganz im Gegenteil! Abends natürlich nicht, aber morgens? Da soll man ja essen wie ein Kaiser. Und Kaiser liebten Schweinsbraten. Franz Beckenbauer, zum Beispiel, hat jeden Morgen einen Schweinsbraten gegessen. Sie kennen Franz Beckenbauer nicht? Das ist der Jürgen Sparwasser des Westens. Ein Quizmaster, den man Kaiser nannte, weil er so dick gewesen ist.

Ich bin noch nicht dick. Mein Kummer nagt mir das Fett vom Leibe. Letzte Woche, wollte ich ins Kino gehen, hab ich auch gemacht, bin ich in das Kino in der Kulturbrauerei, wo gerade ein Schlagerfest stattfand, Kultur, ein weiter Begriff. Ich wollte mir ausnahmsweise einen Erwachsenenfilm ansehen, mit Nackten, 'Gundermann' von Andreas Dresen. Es war nachmittags, weil ich doch abends immer so schnell müde werde und ich Angst hatte, dass ich einschlafe, den guten Film einfach verpenne, deshalb bin ich nachmittags ins Kino, 16 Uhr und hatte einen Kinogutschein, den mir meine Schwester mal schenkte, weil sie doch so gerne ins Kino in der Kulturbrauerei geht, wo an jenem Nachmittag die Kinokasse aber zu war, weshalb man bei der Cola- und Popcornrampe die Karten holen musste. Da krieg ich sowieso schon immer 'n Hals, wenn ich da sehe, wie halbwegs bei Bewusstsein wirkende Menschen für Unmengen an Kohle diese Plörre.., sich sogar anstellen, dafür. Wer jemals auf die Idee gekommen ist Popcorn im Kino anzubieten, dem gehören eigentlich beide Hände abgehackt, spricht mein innerer Dschihadist häufig zu mir. Warum nicht Knallfrösche, Vuvuzela-Tröten oder Pupskissen anbieten? Stand ich da eine halbe Stunde lang an.

„Ich nehme zwei Tüten Popcorn und zwei mittlere Cola.“ „Keine Kinokarten?“ „Nee, bin nur zum Popcorn essen und Cola trinken hier.“ „Aha, macht 8.000 Mark.“

So ging das. Oder sagen wir besser, es wäre schön, wenn es so vorwärts gegangen wäre, aber meistens wussten die Leute nicht, ob sie ihr Popcorn lieber mit Knallfröschen, Pupskissen oder Vuvuzela-Tröten wollten.

Als ich dran war rieb sich die Verkäuferin verwundert ihre Äuglein. Ich wollte bloß ins Kino, hielt ihr den Gutschein entgegen.

„Kein Popcorn?“ „Nein.“ „Keine Cola?“ „Nein.“ „Gibt 's auch im Menü.“ „Hmm, hatte bereits genügend Zeit mir ihre Angebote einzuprägen.“ erwiderte ich. Darauf sie: „10 Euro 30.“ „Ich habe ihnen doch gerade meinen Kinogutschein gegeben.“ „Ja, der gilt aber nicht mehr.“ „Wieso gilt der nicht mehr?“ „Weil wir jetzt Karten haben.“ „Aber der Gutschein ist bezahlt und es steht kein Verfallsdatum drauf.“ „Ach, die gelten schon seit 2 Jahren nicht mehr. Wir haben jetzt Karten, 10 Euro 30. Bitte!“

Die Frau, welche das sagte, sah wirklich gut aus. Sie hatte ein wunderschönes Gesicht. Eine wohlgeformte Nase. Makellose Haut.

Ich habe einen großen Fehler begangen. Ich werde das Kino in der Kulturbrauerei wohl nie wieder betreten dürfen.

Freitag 16. August 2019 um 21.00 Uhr
Eintritt: 12,- / 6,- €


 

Lea Streisand
Hufeland, Ecke Bötzow

280 Seiten
€ 20,00 (D)
ISBN: 978-3-550-05031-2
Erscheint am 25. Oktober 2019

Streisand_Lea_c_Gerald+von+Foris_G2707„England und Amerika sind wie die DDR und die BRD“, weiß Rico – nur, dass zwischen den deutschen Staaten eine Mauer sei, zwischen den anderen die Ostsee. Franzi ist von den einfachen Weltdeutungen des besserwisserischen Nachbarjungen ebenso begeistert wie vom real existierenden Sozialismus, dem sie in der Schule begegnet. Endlich etwas, was ihr Halt gibt, jenseits der ironischen Bemerkungen der Eltern, die einem doch nie alles erzählen, sich über ihre abendlichen Geheimtreffen in der Küche stets in Schweigen hüllen. Erzählen ist sowieso ein Problem. Wem darf man was sagen? Franzi und ihre Freunde verstehen es nicht, und so versuchen sie, von der Teppichstange eines Ostberliner Hinterhofs aus, die Welt auf ihre Weise zu erkunden. Doch dann fällt die Mauer, und alle Gewissheiten stürzen wie Kartenhäuser zusammen. Bis sich am Ende sogar Freundschaften als Trugschluss erweisen.

 

Seit 1986 kann sie lesen, seit 2003 liest sie auf Lesebühnen und Poetry Slams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lea Streisand ist Mitglied der Pankower Lesebühne Rakete 2000.
Außerdem schreibt die gebürtige Berlinerin Kolumnen für die taz und hat seit Mai 2014 eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins.

Sonntag 18. August 2019 um 20.00 Uhr
Eintritt: 12,- / 6,- €


 

DAS SCHWEIGEN DER LIMMER - #PSYCHO-LOGIK MIT GESANG

Andrea Limmer schreibt Drehbücher, Theaterstücke, Bücher, Kabarettprogramme und Kolumnen.

Alle elf Sekunden
    verliert sich jemand beim Barshippen,
    führt das Navi einen an der Nase herum,
    bedankt die Bahn sich für unser Verständnis,
    wird die Deutschlandcard als Reisepass benutzt,
    fragt Tinder: Zum Mitnehmen oder Abwinken? und
    malträtiert uns eine Werbung für Styling-Apps oder Online-Games.

A.Limmer_photo_H. Ringlstetter_1Diese Flut von Blablabla, Bildern und Blödsinn verwandelt immer mehr Menschen in neurotische Elendshäufchen. Sie googlen ihr Ego, statt in den Spiegel zu schauen, und kriechen mit letzter Kraft auf die IKEA-Couch eines Therapeuten, um sich das Glück verschreiben zu lassen. Und sogar der Limmerin hat es jetzt den Vogel rausgehauen. Sprich: sie schweigt.

Denn das niederbayrische Energiebündel will sich wehren, gegen den ausgesprochenen Irrsinn dieser Welt. Und leider gibt es ja keinen mentalen Türsteher, der all die Facebook-Posts oder Katzenvideos einfach nicht ins Hirn lässt – oder wenigstens die Katzenberger. Darum hockt die Limmerin jetzt samt ihrer Ukulele Karla verstockt und verstummt hinter dem Ofen. Da hilft weder Urschrei-Kartoffel, noch Blutwurz-Pille.

Nur für ihr Publikum bricht sie ihr Schweigen. Charmant und hintersinnig plaudert die aufstrebende Ratschkathl über die großen Geschehnisse der Zeit, die sich wie immer auch ganz alltagstauglich in ihrem eigenen sozialen Bermuda-Dreieck abspielen. Mit gewohnt großer Spielfreude schlüpft sie in ihre skurrilen Figuren, etwa bei Your-Last-Minute-Reisen. Und freilich präsentiert die junge Volkssängerin stimmgewaltig neue Lieder über ba(h)nale Entgleisungen, die emotionale Standortbestimmung oder den globalen Diplom-Studiengang „Volldepp“.

Selbstredend erlebt man mit der Limmerin also wieder den ganz normalen Wahnsinn. In Stereo!

Sonntag 25. August 2019 um 20.00 Uhr
Eintritt: 12,- / 6,- €


 

DIE WEISETRETER

weisetreter

Seit fast 24 Jahren spielen “Die Weisetreter” mit nicht nachlassender Begeisterung politisch- satirisches Kabarett. Die Texte schreiben die Mitglieder größtenteils selbst. Unterstützt werden die Laienschauspielerinnen und -Schauspieler dabei von der Kabarettistin und Schauspielerin Lina Wendel und der Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser.

Eine scharfe Zunge, verpackt mit Humor, soll das Publikum zum Nachdenken anregen. Das Geld, soziale Ungerechtigkeiten, die große Politik und andere Ärgernisse stehen im Mittelpunkt.

Donnerstag 29. August 2019 um 20.00 Uhr
Eintritt 10,- / 5,- €


 

Vorbestellungen (außer Kindertheater) bitte unter zimmer16@gmail.com (selbstverständlich mit Rückbestätigung) oder mind. einen Tag vorher unter 030 - 48 09 68 00 (Mailbox, kein Rückruf)